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Dec
1
Brexit - Rechtliche Folgen für die Limited, PLC und LLP
Gepostet von an 01 December 2016 04:08 PM

Wie sich der Brexit auf den Status der in Österreich und Deutschland ansässigen Gesellschaften in englischer Rechtsform auswirkt.

Eine für die Praxis grundsätzlich bedeutsame Frage ist, wie sich ein Brexit auf den Status der in Österreich und Deutschland ansässigen Gesellschaften in englischer Rechtsform auswirkt. Dies betrifft vor allem die auch hierzulande weit verbreitete Limited Company (Ltd.), die der österreichischen bzw. deutschen GmbH vergleichbar ist, und die Public Limited Company (PLC) die der österreichischen bzw. deutschen AG vergleichbar ist sowie die Limited Liability Partnership (LLP) als eine haftungsbeschränkte Personengesellschaft.


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Dec
1
Brexit – Rechtliche Folgen für die Limited, PLC und LLP
Gepostet von Elrico Tschann an 01 December 2016 04:05 PM

Wie sich der Brexit auf den Status der in Österreich und Deutschland ansässigen Gesellschaften in englischer Rechtsform auswirkt. 

Eine für die Praxis grundsätzlich bedeutsame Frage ist, wie sich ein Brexit auf den Status der in Österreich  und Deutschland ansässigen Gesellschaften in englischer Rechtsform auswirkt. Dies betrifft vor allem die auch hierzulande weit verbreitete Limited Company (Ltd.), die der österreichischen bzw. deutschen GmbH vergleichbar ist, und die Public Limited Company (PLC) die der österreichischen bzw. deutschen AG vergleichbar ist sowie die Limited Liability Partnership (LLP) als eine haftungsbeschränkte Personengesellschaft.

Viele Medien und Anwälte publizieren angebliche Warnmeldungen, dass nach dem Austritt Großbritanniens die Kapitalgesellschaften automatisch ihre Rechtsfähigkeit verlieren und Raten eine Umwandlung auf die GmbH oder Sonstiges. Solche Meldungen sind reine Panikmache um daraus Kapital zu schlagen bzw. die vielen Gründungen von Limited Gesellschaften einzudämmen.

Dass die gut 50.000 englischen Limiteds mit Verwaltungssitz in Österreich und Deutschland mit einem „Brexit“ automatisch ihre Rechtsfähigkeit verlieren, ist schon deshalb nicht zu befürchten, weil dies eine Verletzung des Grundrechts auf Eigentum (Art. 14 GG) wäre.

Die deutsche Rechtsprechung ist damit gezwungen, die Rechtsfähigkeit von englischen Limiteds auch nach vollem Wirksamwerden eines „Brexits“ so anzuerkennen wie zuvor. Den Rechtsrahmen bilden hier die einschlägigen EuGH-Urteile „Überseering“, „InspireArt“ etc.

Das gilt freilich nur für Limiteds, die VOR Wirksamwerden eines „Brexit“ (vorauss. 1.1.2019) gegründet werden.

Für Neugründungen NACH einem „Brexit“ ist die o.a. EuGH-Rechtsprechung zwar nicht mehr unmittelbar einschlägig. Weil in London und Brüssel dem Vernehmen nach aber die gegenseitige Anerkennung von nach jeweiligen Recht gegründeten Unternehmen keinesfalls infragegestellt werden soll, wird dies im Rahmen der Brexit-Folgevereinbarung zu regeln sein.

Wie auch die USA Bilateral Verträge mit der EU hat um die US Corporation anzuerkennen. Die US Corp. kann somit auch problemlos als Niederlassung in Österreich oder Deutschland eingetragen werden.

Fazit: Für Unternehmer, die in Österreich und Deutschland mit einer englischen Limited operieren, ist ein „Brexit“ kurz- und langfristig kein Anlass zur Sorge.

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Oct
5
Richtiger Zeitpunkt für einen neuen Dienstwagen in Österreich
Gepostet von Elrico Tschann an 05 October 2016 10:13 AM

Die private Nutzung eines vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Dienstfahrzeugs ist ein Sachbezug. Sachbezüge sind Bestandteil des Entgelts und als solche sozialversicherungsbeitrags- und lohnsteuerpflichtig.

Berechnung des Werts des Kfz-Sachbezugs

Seit heuer gibt es neue Regeln für die Bestimmung des Werts der privaten Nutzung eines Dienstwagens. Das Finanzministerium hat die Bewertung vom CO2 -Ausstoß des Fahrzeugs abhängig gemacht.

Grundsätzlich beträgt der Sachbezugswert im Monat 2 % der tatsächlichen Anschaffungskosten des Fahrzeugs (inkl. USt. und NoVA), maximal jedoch € 960,00. Ein reduzierter Sachbezugswert von nur 1,5 % (maximal € 720,00) pro Monat darf dann herangezogen werden, wenn ein neu angeschaffter Dienstwagen den CO2 -Grenzwert von 130 g CO2 -Ausstoß pro Kilometer nicht übersteigt. In den nächsten vier Jahren reduziert sich der Grenzwert um je 3 g, sodass mit Beginn 2017 ein Grenzwert von 127 g/km gilt. Bis 2020 wird sich der Grenzwert so auf 118 g/km verringern. Liegt die CO2 -Emmission des Fahrzeugs unter dem im Jahr seiner Anschaffung geltenden Grenzwert, bleibt der niedrigere Sachbezugswert auch für die folgenden Jahre der Nutzung erhalten. Für Elektrofahrzeuge muss kein Sachbezug angesetzt werden.

Wenn der Arbeitgeber also noch heuer ein Kfz mit einem CO2 -Ausstoß von bis zu 130 g/km kauft, darf er nicht nur 2016 als Sachbezug den verminderten Wert von 1,5 % der Anschaffungskosten pro Monat heranziehen, sondern ebenfalls in den weiteren Jahren der Nutzung.

Ein nächstes Jahr angeschaffter Wagen muss bereits dem niedrigeren Grenzwert entsprechen.

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Sep
28
EU – Insolvenz darf nicht zu „lebenslanger Strafe werden“
Gepostet von moderator an 28 September 2016 11:01 AM

Die Insolvenz eines Unternehmens soll laut EU-Justizkommissarin Viviane Reding „nicht zu einer lebenslangen Strafe“ werden, „wenn die Dinge schieflaufen“. Die EU-Kommission startet deshalb ab 11. Oktober eine öffentliche Konsultation zum Umgang mit unternehmerischem Scheitern und Unternehmensinsolvenzen.

Reding sagte, „Europa braucht eine ‚Rettungs- und Wiederaufbaukultur‘ für rentable Unternehmen und Einzelpersonen in Finanzschwierigkeiten“. Rechtschaffene Unternehmen „sollten eine zweite Chance erhalten“. Klein- und Mittelbetrieben, die das Rückgrat der EU-Wirtschaft seien, komme hier besondere Bedeutung zu.

Harmonisierung von „Entschuldungsfrist“

Mit der Konsultation sollten die besten Ideen zu der Frage gesammelt werden, um die Herausforderungen von Unternehmensinsolvenzen bewältigen zu können. Eine in der Konsultation angesprochene Frage betrifft die Notwendigkeit der Harmonisierung der „Entschuldungsfrist“. Dabei geht es um die Zeit, die für die Schließung eines insolventen Unternehmens ausschlaggebend ist, wenn es um die Wiederaufnahme seiner Geschäfte geht.

Außerdem wird die Frage gestellt, ob auf EU-Ebene Bestimmungen eingeführt werden sollten, die sicherstellen, dass Unternehmensleiter, die in einem Land betrügerische Praktiken verfolgt haben, nicht in einem anderen Land die Führung eines Unternehmens übernehmen können.

Hilfe bei einer Unternehmensinsolvenzen erhalten Sie bei den Insolvenz Berater.

EU-Insolvenz und Restschuldbefreiung

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Sep
23
Das eigene Büro – 3 Tipps für Startups
Gepostet von Mag. (FH) Stefan Gassner an 23 September 2016 05:53 PM

Aller Anfang ist schwer. Speziell für ein Startup, das gerade dabei ist, Fuß zu fassen. Plötzlich sehen Sie sich als Initiator oder Verantwortlicher dieses neugegründeten Unternehmens mit vielen verschiedenen Fragen konfrontiert – eine der mit Abstand wichtigsten Entscheidungen, die es zu treffen gilt, betrifft den neuen Arbeitsplatz. Ein eigenes Büro soll schließlich her, damit die Firma einen festen Sitz hat. Das klingt erst einmal nicht weiter kompliziert, allerdings sollten Sie das Vorhaben nicht unterschätzen und einige wesentliche Punkte bei der Suche beachten.

Was wollen wir – und was nicht?

Vielen Startups passiert es, dass sie mit ihrem ersten Büro einen ziemlichen Fehlgriff landen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann sogar den Unternehmensfortbestand gefährden – und das, obwohl diese Gefahr durch das Festlegen von elementaren Suchkriterien fast komplett gebannt werden kann.

Es gilt also, sich vor der Anmietung des neuen Objekts ganz klare Gedanken darüber zu machen, was Sie wollen und was für Sie und das Unternehmen sinnvoll ist. Um Ihnen die Suche nach dem perfekten Büro ein wenig zu erleichtern, haben wir hier drei Tipps für Sie zusammengestellt, an denen Sie sich orientieren können.

Tipp 1: Der Ort muss stimmen

Jede Firma möchte ihr Büro (fast selbstverständlich) so zentral wie möglich haben. Jedoch fehlt speziell Startups hierfür normalerweise das nötige Kleingeld. Also sollte nach einer sinnvollen Alternative Ausschau gehalten werden – und die sollte in einem Bezirk liegen, der charakteristisch zum Startup passt.

Wenn sich Ihr Startup beispielsweise mit Online Marketing beschäftigt und die Mitarbeiter vergleichsweise jung sind, werden sie sich in einem idyllischen Rentner-Viertel nicht wohlfühlen – und vielleicht macht es Ihr ganzes Startup sogar weniger authentisch. Stellen Sie sich also folgende Fragen, um den richtigen Standort zu finden:

  • Ist das Büro bezahlbar?
  • Passt die Umgebung zum Unternehmen?
  • Wie würden potenzielle Kunden auf die Lage reagieren oder darüber denken?

Tipp 2: Nicht mehr Platz als notwendig mieten

Mindestens genauso reflektiert und vor allem mit einer großen Portion Bodenhaftung sollten Sie sich mit dem Thema „Größe des Büros“ auseinandersetzen. Denn gerade an dieser Stelle gilt es zu Beginn, kleine Brötchen zu backen. Niemand erwartet von einem Startup ein 500 m² Loft. Insbesondere dann nicht, wenn es nur aus einer überschaubaren Anzahl von Mitarbeitern besteht.

Im Normalfall sollte ein Mitarbeiter, der an einem Bildschirm arbeitet, eine Arbeitsfläche von rund 8 m² für sich haben – es handelt sich hierbei um eine Faustregel, die natürlich von Unternehmen zu Unternehmen anders sein beziehungsweise angepasst werden kann.

Je kleiner das Büro ist, desto wichtiger ist es natürlich, die Fläche optimal zu nutzen – deshalb hier ein paar kleine zusätzliche Tipps zum Platzsparen:

  1. Kaufen Sie idealerweise Regale, in denen Sie möglichst viele Akten und ähnliches unterbringen können, da große Schränke zumeist wesentlich mehr Platz beanspruchen, dabei aber nicht zwangsläufig mehr Stauraum bieten.
  2. Sofern es nicht zwingend erforderlich ist, dass sich alle Mitarbeiter während der Arbeit an einem Ort befinden, könnten auch einer oder zwei von ihnen im Homeoffice arbeiten. Zu Beginn dürfte das noch zu verkraften sein und spart einen weiteren Schreibtisch – und dadurch wiederum einiges an Platz.
  3. Schaffen Sie sich vielseitige Büroartikel an, die mehrere Aufgaben erfüllen können. Bestes Beispiel: Ein Multifunktionsdrucker, der sowohl drucken als auch scannen und kopieren kann. Drei in eins und mehr Platz für andere Dinge.
  4. Wenn Sie ein Herz für die Umwelt, aber vor allem eine große Vorliebe für das digitale Zeitalter haben, gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, auf das sogenannte papierlose Büro umzusteigen. So sparen Sie sich sowohl den erwähnten Multifunktionsdrucker, als auch all die Akten, die unwahrscheinlich viel Platz stehlen.

Tipp 3: Einrichtung passend zum Startup wählen

Wenn Sie bezüglich Ort und Platz das perfekte Büro gefunden haben, geht es folgerichtig zur Inneneinrichtung. Diese ist viel wichtiger als Sie zunächst vielleicht annehmen. Denn gerade für Besucher, sagt das Aussehen Ihres Büros eine Menge über das Unternehmen dahinter aus.

Deshalb gilt: Richten Sie Ihre Räume so ein, wie Sie das Unternehmen sehen. Das Büro ist gewissermaßen die Verbildlichung Ihrer Unternehmensphilosophie – zeigen Sie Ihr wahres Gesicht, authentisch und klar.

Selbst wenn Ihr erstes Büro höchstwahrscheinlich nicht Ihr letztes sein wird, ist es wichtig, dass sich das gesamte Team in den Räumlichkeiten wohlfühlt. Es ist schließlich Ihr berufliches Zuhause und soll Sie und das ganze Unternehmen widerspiegeln. Also lassen Sie sich Zeit bei der Suche und versuchen Sie in Ruhe ein bezahlbares Büro in vernünftiger Größe zu finden, das Sie so einrichten, wie es zu Ihnen passt – das ist der perfekte Start für Ihr Startup. Zumindest wenn es darum geht, die richtigen Räume zu finden.

Autorenname: Mag. (FH) Stefan Gassner Position: Geschäftsführer Stefan Gassner ist Geschäftsführer vom Immobilienbüro SAGE Immobilien in Zell am See. Durch seine umfangreiche Branchenerfahrung und Marktkenntnis ist er der perfekte Ansprechpartner für interessierte Kunden. Das Unternehmen trägt übrigens den Titel „Bester Immobilienmakler Österreichs“, mit dem es wiederholt bei den European Property Awards ausgezeichnet wurde.

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